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In Grevenbroich steht eine
über 500 Jahre alte Linde. Von der Linde sagt man, sie würde 300 Jahre
kommen, 300 Jahre stehen und 300 Jahre gehen. Um solche Exemplare ranken
viele Mythen. Die Blätter sind herzförmig, regelmäßig gesägt und haben am
Ende eine kurze aufgesetzte Spitze. Bei der Winterlinde ist alles etwas
zierlicher. Zusätzlich hat sie kleine Haarbüschel auf der Blattunterseite
zwischen den Nervenwinkeln. Sie blüht außerdem zwei bis drei Wochen später
als die Sommerlinde. Bis zu ihrem 60. Lebensjahr wachsen sie sehr langsam,
doch dann recken sie sich schnell in die Höhe. Nach 150 Jahren aber
wachsen sie dann nur noch in die Breite. Von alters her ist die Linde der
Baum des Volkes. Unter ihr traf man sich zum geselligen Plausch, es wurde
getanzt, gesungen und getrunken.
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